Gedichte

Gedichte

1. September 2022 0 Von Christoph Budde

von Nicole Wetzler

Liebe
schmeckt nach
warm, weich, wohlig.
Sie kommt von weit weit her
und wohnt stets mitten in dir und mir,
im Königsland zwischen Herz und Bauch.
Verströmen will sie sich von dort
in die Heimat der Unendlichkeit.
Von Mensch zu Mensch
durchschwingt sie Raum und Zeit,
verbindet Wesenswelten
und webt ihr stilles Band
von Herz zu Herz.

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Manchmal, da findet
die Vergangenheit
lebendigen Platz im Jetzt.
Wie sonst könnte
der süße Duft der Erinnerung
an einen geliebten Menschen
mich glücklich stimmen?

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Ganz warm
wird mir ums Herz,
ganz weit in meinen Gedanken.
Ein Lächeln zaubert sich in mein Gesicht
und aus leuchtenden Augen strahlt die Welt hinaus.

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Leidenschaft, getarnt als Liebe
Verführerisch, verlockend schön
Du folgst ihr blind, frägst nicht nach ihrem Namen.
Fühlst dich geschmeichelt, zart geküsst und wild umworben.
Du siehst nicht, was geschieht
hinter der glitzernden Fassade räuberischer Glut.
Heimlich, still und leise spannt sie ihr tödlich Garn
um dich und deine Gaben
Verzehrt dich, braucht dich auf und knechtet dich.
Mit leerer Sehnsucht
musst du dich selbst verlieren,
deinen Verstand verkaufen an des Trugbilds Schein
bis ganz am Ende
du erwachst
und auf die Suche machst
nach dir
nach dem, was einst mal war.